1883 Stump’s Urgrossvater kauft Anselm die Liegenschaft am Schwendibach mit rund 3ha Grund, auf welcher das bestehende Haus vom Brand zerstört war und die Besitzer – ein kinderloses Ehepaar – sich zum Wegzug nach St. Gallen entschlossen hatten. So baut er für seine Familie mit 9 Kindern Wohnhaus und Stall sowie ein kleines ‚Stickerei-Lokal’, in welchem die ganze Familie kleine Aufträge für die grossen Stickeibetriebe im Kanton St. Gallen ausführt.
1912 Während der Wirtschaftskrise zu Beginn des 20. Jahrhunderts fallen unverhofft die Stickerei-Aufträge und damit die eigentliche Existenzgrundlage für die Familie weg. Stump's Grossvater Anton, der das Anwesen mit Frau Emma nach dem Unfalltod Anselms im Wald übernommen hat, erbaut gemeinsam mit den Nachbarn als Genossenschaftsbetrieb am Schwendibach ein mit Wasserkraft angetriebenes Sägewerk. So wird in der Folge am Zaichberg über dem Schwendisee Holz geschlagen, welches auf der Säge aufgearbeitet und verkauft wird. So schaffen sie gemeinsam eine Grundlage, die den Familien rund um den Schwendisee das Überleben erleichterte. Den Männern, welche in winterlicher Kälte diese harte Arbeit ausüben, bedarf es nach Erholung und Wärme. Und so werden im leer stehenden Stickereilokal 2 Wirtstische aufgestellt und die „Wirtschaft zur Alpenrose“ begründet.
1917 Wanderer und Gäste von Ausserhalb besuchen fortan die idyllische Naturlandschaft am Schwendisee. Viele fragen nach Unterkunft und Verpflegung. Diesem Bedürfnis wird entsprochen, indem 2 Zimmer im Wohnhaus, welches nur mehr von 2 Erwachsenen und 4 Kindern bewohnt ist, für Gäste hergerichtet werden. Ein Doppel- und ein Einzelzimmer. Neu prangt nun ein Schild „Gasthaus zur Alpenrose“ über dem Eingang zur Nordseite hin.
1943 Unerwartet verstirbt Anton Stump und die Nachfolge ist zu regeln. Der jüngere von 2 Buben, Niklaus, entschliesst, den Betrieb zu übernehmen und ihn gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Bruder Anton zu führen. Sie vertreten ihn, wenn er – auf der Spitze seiner sportlichen Karriere stehend – an Wettkämpfen in aller Welt weilt.
1948 Unmittelbar nach seinem grössten Erfolg mit dem 4. Rang in der Vierer-Kombination (Sprunglauf, Langlauf, Abfahrt und Slalom) an der Olympiade in St. Moritz entschliesst sich Niklaus, sein „Gasthaus zur Alpenrose“ zu einem Kleinhotel auszubauen. Er nutzt den Sommer und baut 8 Gästezimmer sowie eine Garage an. Es entsteht das „Hotel Alpenrose“.
1953 Niklaus heiratet Josefine Wiggli aus Seewen SO, die fortan dem Haus eine Seele gibt und hier in besonderer Weise eine Gastfreundschaft begründet und kultiviert, die aussergewöhnlich, ja einzigartig ist. Gemeinsam schafft das junge Wirtepaar ein Atmosphäre, die Menschen anzieht, sie verweilen lässt und in ihnen den Wunsch weckt, wieder hierher an den Schwendisee zurück zu kehren. Wachsende Nachfrage war die Folge und die Antwort war ein steter Ausbau der Hotelanlage hin zu einem komfortablen Familien-Ferien-Hotel.
1984 Birger und Roland Stump treten in die Firma ein, nachdem beide an der Hotelfachschule in Luzern die in diesem Fach beste Ausbildung genossen haben. Gleich im ersten Jahr realisierten sie gemeinsam mit ihren Eltern das bislang grösste Umbauprojekt, welches in der nunmehr 100-jährigen Familiengeschichte am Schwendisee angegangen wurde. Sie rissen das Stammhaus bis auf das Restaurant ab und bauten darüber neu den heutigen Zentralbau mit 19 Hotelzimmern, Hotelhalle, Lobby, Hausbar und vor allem, den ersten Seminarräumlichkeiten zur Beherbergung von Tagungen mit einer professionellen Infrastruktur. In der Folge verging kaum ein Jahr, ohne dass nicht irgend etwas neu- oder umgebaut wurde.
1990 Ein ganz wichtiger Schritt ist der Anbau des Wohlfühlbereichs mit Sauna, Dampfbad, Whirlpool, Sauna, Kneippbad, Solarium, einem hoch professionellen Kraftraum und der Möglichkeit für Massage. Ausserdem wird ein zusätzlicher Schulungsraum für Seminare über der Nasszone gebaut, der mit allen erforderlichen technischen Hilfsmitteln ausgerüstet ist.
1997 Der Betrieb wird nun von den beiden Söhnen Birger und Roland mit ihren Frauen Marlise und Cindy in voller Verantwortung übernommen. Sie laden ihre Gäste nun in „Stump's Alpenrose“ ein. Ein Ausdruck, dass das familiäre Ambiente eine zentrale Stellung geniesst.
2004 120 Jahre pflegt nun die Familie Stump am Schwendisee Gastlichkeit. Heute heissen Sie Birger Stump, Marlise Stump und Roland Stump in ihrer Alpenrose willkommen, die seit Jahrzehnten gewachsen ist, ihre Natürlichkeit bewahrt hat und deren Gastfreundschaft in der Tradition dieses Hauses wurzelt. Hier im „Land der sieben Berge“ sind auch Sie herzlich willkommen.
In diesem Sommer wurde der bestehende Wohlfühlbereich komplett erneuert. Ab sofort steht den Gästen ein reichhaltiges Angebot mit 12 Anwendungen, unter anderem Berghüttensauna, Sole-Dampfbad, Kräuterdampfbad, Finarium, Kneippbad, Erlebnisdusche, Solarium, Massage und Behandlungen zusätzlich zum hoch modernen Kraftraum zur Benutzung offen. Ganz besondere Aufmerksamkeit erhält die Ruhezone, die auf zwei Stufen einen offenen Erholungsraum mit Erfrischungsbar und eine Intensiv-Ruheinsel bietet. Ausserdem wird das Angebot aus Küche und Keller laufend verfeinert und mit attraktiven Restaurant-Anlässen zur Darstellung gebracht. Geblieben ist, was uns ausmacht. Die Liebe zu unserem Beruf, der einmalig schöne Ort, wo Alpenrosen blühen und davon eine ganz besonders, Stump's Alpenrose eben. Seien Sie uns auch in den kommenden Jahren immer von Herzen willkommen.
2005 Am 30. April 2005 ist der Gründer und Vater Niklaus Stump still und ohne grosses Aufsehen - ganz in der ihm eigenen Art - aus diesem Leben gegangen. Nachdem er 1943 die "Wirtschaft zur Alpenrose" mitten aus seiner Karriere als bekannter Wintersportler heraus übernommen hatte, legte er mit seiner Frau Josefine das Fundament eines modernen Ferienhotels, auf welchem wir Stump's Alpenrose, ein zeitgemässes Ferien- und Tagungshotel mit renommierter Küche bauten.
Auf seinem Platz, auf dem ihm Menschen über 62 Jahre in seiner "Alpenrose" begegnet sind, tragen jetzt wir seinen Geist, seine Unternehmerkraft und vor allem sein grosses Herz weiter, so wie er es uns gelehrt hat.